1946 / 2001 / 2011 ERINNERUNGEN AN KILIAN
Bilder und Berichte von Zeitzeugen zur Ruine des Kieler U-Bootbunkers
Ausstellung vom 25.10.2011 bis 27.11.2011, Do - Sa 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr
Die Jahreszahlen im Ausstellungstitel beziehen sich auf die Sprengung des U-Bootbunkers durch die Alliierten am
25. Oktober 1946, auf das endgültige Verschwinden der Ruine 2001 und auf den Jahrestag am 25.Oktober 2011. Zugleich
feiert der Verein Mahnmal Kilian sein 15-jähriges Bestehen.
Die Ausstellung soll Bilder und Zeitzeugenworte sprechen lassen, um an dieses einstige Mahnmal gegen Krieg und
Faschismus zu erinnern.
Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 25. Oktober, 18 Uhr
Es sprechen: Cathy Kietzer,
Stadtpräsidentin der Landeshauptstadt Kiel
Jens Rönnau, Gründer und Vorsitzender des Verein Mahnmal Kilian
.
Kriegsroboter, Kleinstflugkörper, Körpermanipulation – neue Rüstungstechnik und wie man sie begrenzen sollte
Vortrag zu Rüstung und Friedensforschung im Flandernbunker, Dienstag, 1. November, 19.00 Uhr
Viele Länder betreiben
Forschung und Entwicklung für neue Militärtechnik. Im Bestreben, in künftigen
Kriegen die Oberhand zu bekommen, soll nicht nur die Treffgenauigkeit weiter
erhöht werden. Vor allem soll die Kriegführung global vernetzt werden;
robotische Kampfsysteme sollen zunehmend Soldaten ersetzen. Schon heute
schießen die USA im Irak, in Afghanistan und in Pakistan mit ferngesteuerten
Flugzeugen auf (vermutete) Aufständische, wobei immer wieder auch Zivilpersonen
getötet werden. In der Zukunft könnten Maschinen auch eigenständig angreifen.
Geforscht wird an Kleinstflugzeugen und manipulierten Insekten. Nanotechnik
soll kleinste Rechner, hochfeste Materialien und energiereichere Explosivstoffe
ermöglichen. Angedacht werden implantierte Computer mit Schnittstelle zum
Gehirn.
Beurteilt man solche neue Kriegstechnik mit Blick auf Frieden und
internationale Stabilität, zeigen sich erhebliche Gefahren. Sie könnten durch
präventive Rüstungskontrolle verhindert werden. Der Vortrag wird gegenwärtige
militärische Forschung darstellen, die Überlegungen zu besonderen Gefahren
erläutern und eine Reihe vorbeugender Begrenzungen vorschlagen.
Zur Person:
PD Dr. Jürgen Altmann, Physiker und Friedensforscher, Technische Universität
Dortmund
Ausstellung
Von Arbeitserziehungslager bis Wecker
Begriffe aus einer Zeit des Schreckens
täglich geöffnet vom 8. Mai bis 26. Juni von 14 - 17 h, Sonntags von 11 – 17 h
Mit Bildern, Zitaten und Erläuterungen werden im Flandernbunker Begriffe aus der Alltagssprache des Zweiten Weltkriegs vorgestellt.
Worte wie Wecker, Pimpf oder Tannenbaum werden zu Sinnbildern für das Leben in der
Kriegszeit. Sie zeigen, wie sehr die nationalsozialistische Diktatur und der Krieg den Alltag der
Menschen prägte.
Zugleich sind die Ausstellungen "Bunker - Bomben - Menschen" sowie "Gekreuzte Erinnerungen: Kiel - Brest" im Bunker zu sehen.
Flandernbunker, Hindenburgufer 249 am Marinehafen, Kiel-Wik
Eintritt 2 / 1 €