Historische Ausstellungen und Führungen im Flandernbunker

Regelmäßige Führungen zur Deutschen und Kieler Kriegsgeschichte teilweise mit Zeitzeugen finden jeden ersten Sonntag im Monat (außer im Januar) jeweils um 11.30 Uhr statt.

Der Flandernbunker, ein ehemaliger Marine-Hochbunker am Tirpitzhafen, wurde 2001 vom Verein Mahnmal Kilian e.V. erworben und steht seither als Begegnungs - und Bildungsstätte, Museum und Mahnmal im Zentrum der Tätigkeit des Vereins.Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich. Größere Gruppen werden jedoch gebeten, sich vorher  telefonisch oder per E-Mail anzumelden.

Treffpunkt: Eingangsbereich im Bunker. Der Flandernbunker befindet sich in Kiel-Wik, Kiellinie 249, Eingang Marinehafen. 
Eintritt: 
€ 4,- (ermäßigt € 3,-)
Eintritt für Gruppen ab 10 Personen: € 3,-/Person

Kosten für die Sonntagsführung: Eintritt + 2,- €

Im Anschluss an die monatlichen Führungen können die aktuellen Ausstellungen besucht werden.

Sonderführungen für Schulklassen, Reisegruppen u.a. sind nach Absprache jederzeit möglich - auch in Fremdsprachen und zu weiteren Themenschwerpunkten.

Führung (bis 25 Personen): € 30,- plus Eintritt
Führung für Schulklassen: € 30,-, inklusive Eintritt 
Sonntagsführung: € 2,- plus Eintritt

Mitglieder des Vereins Mahnmal Kilian e.V. haben unter Vorlage des Mitgliederausweises freien Eintritt. 

Anmeldungen für größere Gruppen und Vereinbarung individueller Führungstermine über die Geschäftsstelle (Tel.: 04 31 / 26 06 309) oder Dr. Henning Repetzky (Tel.: 04 31 / 9 32 11).
Nähere Einzelheiten unter Kontakte.

Krieg ist kein Kinderspiel

Kriegsspielzeug gehört nicht in Kinderhände, sondern in unser Friedens-Denkmal! Jede/r der/die Kriegsspielzeug hier einwirft, nimmt an einer Verlosung teil!

Täglich von 11-15 Uhr, außer samstags

Kriegszeugen gesucht!

Interview mit einem Kriegszeugen

Seit über fünf Jahren besuchen die Mitarbeiter unseres Kriegszeugenprojekts Menschen aus Kiel und Umgebung und lassen sich von ihnen ihre Erinnerungen an die Kriegszeit schildern.

Auf diese Weise sind schon viele Details über das Leben im Zweiten Weltkrieg zutage gekommen, die nicht in den Geschichtsbüchern zu finden sind.

Damit das Projekt erfolgreich seine Arbeit weiterführen kann, suchen wir Menschen aus der Kriegsgeneration, die ihre Erinnerungen mit uns teilen wollen. Nicht das vermeintlich Spektakuläre steht im Mittelpunkt der Interviews, sondern das Alltagsleben in den Extremsituationen von Kriegs- und Nachkriegszeit.

Wenn Sie selber Kriegszeuge sind und uns ihre Geschichte erzählen möchten, freuen wir uns auf Ihren Anruf oder Besuch.

Telefonnummer und Adresse

Urkatastrophe - Der Erste Weltkrieg und Kiel

Ausstellung

8.7.18-31.3.19

Facetten des Krieges: Die Rolle Kiels, Politik, Medien, Kirche, Schlachten, Gefangene, Kunst und Literatur, persönliche Feldpostbriefe und Fotografien.                          

Als Parallele zu den Ausstellungen zum Matrosen- und Arbeiteraufstand von 1918 zeigt der Verein Mahnmal Kilian im Flandernbunker den Krieg - den Weg dieser sogenannten "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", der die Menschen am Ende für ihre Rechte auf die Straße gehen ließ. In Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Kiel, der Christian-Albrechts-Universität, der Nordkirche, dem Landesbeauftragten für politische Bildung und zahlreichen Wissenschaftlern, Privatsammlern und Künstlern wurde diese vielfältige Ausstellung in den vergangenen Jahren vorbereitet und um Positionen aus Kunst und Literatur erweitert.
Dazu wird ein umfangreiches Begleit- und Vermittlungsprogramm angeboten.

Zu den Führungen

Zu den Workshops

Mo-Fr 11-15 Uhr,
So 11-17 Uhr 

Flandernbunker
Kiellinie 249
24106 Kiel

Eintritt 4,-/3,-€

Wir errichten das erste Kieler Friedens-Denkmal Mach mit!

Wir errichten ein Friedens - Denkmal

Wir haben das erste Kieler Frie­dens-Denk­mal errichtet. Es steht seit September 2015 direkt vor dem Flandernbunker und soll anregen, über unseren Umgang mit Waffen und Krieg nachzudenken. Daher sammeln wir jegliches Kriegsspielzeug in diesem drei Meter hohen Denkmal aus Glas. Jeder und jede kann mitmachen, ob jung oder alt: Werft euer Kriegsspielzeug in dieses Denkmal. Wer möchte, lässt seine Adresse da - wir planen Verlosungen. Ihr könnt Mon­tag bis Frei­tag von 11-​15 Uhr und Sonn­tag von 11-​17 Uhr (unsere Öffnungszeiten) mit Eu­rem Kriegs­spiel­zeug zum Frie­dens-​Denk­mal bei­tra­gen (Sondertermine für Gruppen möglich). 
Gefördert von: Schmiede Kurt Lange, Bauunternehmung Richard Rahn, Glaserei Pries, Statikbüro Conrad Hansen, Baumaschinen Friedrich Niemann, Kies/Abbruch Peter Glindemann, Elektro-Hühn 

Zum Tod von Ernst-Georg Jarchow

Ernst-Georg Jarchow

Er war einer der ehrenwertesten Bürger der Stadt Kiel: der Journalist und Buchhändler Ernst-Georg Jarchow. Gemeinsam mit seiner Frau Marion Jarchow, geborene Dräger, hat­te er die Bruns­wi­ker Uni­ver­si­täts­buch­hand­lung geführt und nach de­ren Über­ga­be im Jahr 2000 die Bruns­wi­ker Stif­tung begründet.

Mit dieser werden seitdem Völkerverständigung, schleswig-holsteinische Geschichtsforschung sowie Kunst und Kultur gefördert. Das Stifterpaar wurde 2012 von der Landeshauptstadt Kiel mit der Andreas-Gayk-Medaille geehrt. Im selben Jahr starb Marion Jarchow. Nun ist am 9. April 2018 auch Ernst-Georg Jarchow im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Verein Mahnmal Kilian ist den Stiftern wie auch dem Stiftungsvorstand zu großem Dank verpflichtet, denn er wurde von ihnen vielfältig gefördert. Es war uns eine Ehre, dass Ernst-Georg Jarchow über Jahre häufig die Veranstaltungen im Flandernbunker besucht hatte - in seiner Bescheidenheit am liebsten unerkannt. Wir werden das Stifterpaar in sehr guter und dankbarer Erinnerung behalten.

Für Vorstand und Beirat von Mahnmal Kilian e.V., Dr. Jens Rönnau

Bundesverdienstkreuz am Bande für Dr. Jens Rönnau

Foto: Frank Peter

Dr. Jens Rönnau aus Kiel ist von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung wird Ministerpräsident Daniel Günther am 14. November in einer Feierstunde überreichen.

Der 59-jährige Gründer und Vorstandsvorsitzende des Vereins Mahnmal Kilian e.V. erhält die hohe Auszeichnung für sein Engagement für Kunstförderung, Völkerverständigung, Friedensförderung und Gewaltprävention im Rahmen der Kieler Erinnerungskultur, insbesondere für sein 25-jähriges Engagement für die Mahnmale der einstigen Ruine des U-Bootbunkers Kilian und des heute vom Verein genutzten Flandernbunkers, der als Ort für Ausstellungen und Geschichtsvermittlung etabliert wurde. Rönnau begründete schon als Schüler den Kunstkreis Preetz mit und leitete ihn später. Er ist zudem Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten Schleswig-Holstein sowie der Kieler Vereine Freunde der Festung Friedrichsort und Maritimes Viertel - Kultur am Kanal. Für sein Engagement war der Kieler bereits 1999 mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet worden und 2014 von der Landeshauptstadt Kiel mit der Andreas-Gayk-Medaille. In einer ersten Stellungnahme erklärte Jens Rönnau: "Ich freue mich sehr über die hohe Auszeichnung. Sie wäre allerdings kaum möglich geworden, wenn sich nicht sehr viele weitere Menschen ebenfalls an diesen Projekten beteiligen würden. Ich begreife sie als in diese Ehrung Einbezogene."