Krieg ist kein Kinderspiel

Kriegsspielzeug gehört nicht in Kinderhände, sondern in unser Friedens-Denkmal! Jede/r der/die Kriegsspielzeug hier einwirft, nimmt an einer Verlosung teil!

Während der Kieler Woche täglich von 11-17 Uhr, danach täglich von 11-15 Uhr, außer samstags

Gewinner fliegen über Kiel

Die Tombolagewinner bei unserer Friedensdenkmalaktion hatten bei schönstem Sonnenschein Gelegenheit Kiel von oben zu sehen. Mit dem Fluglehrer Heinz Horak starteten sie zu einem Rundflug über die Förde, die Stadt und das Kieler Umland. Begeistert und froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, berichteten sie von tollen Ausblicken und komischen Bauchgefühlen bei Luftlöchern.

Wir errichten das erste Kieler Friedens-Denkmal Mach mit!

Wir errichten ein Friedens - Denkmal

Wir haben das erste Kieler Frie­dens-Denk­mal errichtet. Es steht seit September 2015 direkt vor dem Flandernbunker und soll anregen, über unseren Umgang mit Waffen und Krieg nachzudenken. Daher sammeln wir jegliches Kriegsspielzeug in diesem drei Meter hohen Denkmal aus Glas. Jeder und jede kann mitmachen, ob jung oder alt: Werft euer Kriegsspielzeug in dieses Denkmal. Wer möchte, lässt seine Adresse da - wir planen Verlosungen. Ihr könnt Mon­tag bis Frei­tag von 11-​15 Uhr und Sonn­tag von 11-​17 Uhr (unsere Öffnungszeiten) mit Eu­rem Kriegs­spiel­zeug zum Frie­dens-​Denk­mal bei­tra­gen (Sondertermine für Gruppen möglich). 
Gefördert von: Schmiede Kurt Lange, Bauunternehmung Richard Rahn, Glaserei Pries, Statikbüro Conrad Hansen, Baumaschinen Friedrich Niemann, Kies/Abbruch Peter Glindemann, Elektro-Hühn 

Unsere Kinder, Enkel und Urenkel sollen nicht das erleben, was wir erlebten

Mi, 28.6.2016, 19 Uhr

Vortrag von Hinrich Rüßmeyer zur Zeitzeugenarbeit in Weißrussland.

Von den rund 7000 Bürgern der weißrussische Stadt Lepel wurden im Zweiten Weltkrieg 5229 von deutschen Soldaten umgebracht. Am 28. Juni 1944 wurde die Stadt befreit. Über zehn Jahre lang engagierte sich der Kieler Hinrich Rüßmeyer in dieser Region und sprach mit Zeitzeugen.

Flandernbunker, Kiellinie 249, 24106 Kiel
Eintritt 5,-/3,-€


100 Jahre Erster Weltkrieg IV: Kartentisch und Schützengraben

So, 24.1. - So, 10.7.2016

In der Ausstellung „Kartentisch und Schützengraben“ werden Facetten des Kriegsgeschehens aus der Sicht des Stabsoffiziers Fritz von Loßberg und unterschiedlicher Frontsoldaten dargestellt. Loßberg hat den Ersten Weltkrieg in verschiedenen Korps- und Armeekommandos erlebt. In seinen Memoiren zeichnet er ein Bild des Krieges, das sich deutlich von den Schilderungen in der Feldpost des einfachen Soldaten unterscheidet. Nicht zuletzt weist die verwendete Sprache auf die konträren Sichtweisen und die sozialen Spannungen zwischen Befehlshabern und Ausführenden hin.

Eintritt: 4,-/3,-€

Mo-Fr 11-15 Uhr, So, 11-17 Uhr

Historische Ausstellungen und Führungen im Flandernbunker

Regelmäßige Führungen zur Deutschen und Kieler Kriegsgeschichte teilweise mit Zeitzeugen finden jeden ersten Sonntag im Monat (außer im Januar) jeweils um 11.30 Uhr statt.
Der Flandernbunker, ein ehemaliger Marine-Hochbunker am Tirpitzhafen, wurde 2001 vom Verein Mahnmal Kilian e.V. erworben und steht seither als Begegnungs - und Bildungsstätte, Museum und Mahnmal im Zentrum der Tätigkeit des Vereins.Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich. Größere Gruppen werden jedoch gebeten, sich vorher  telefonisch oder per E-Mail anzumelden.

Treffpunkt: Blauer Büro-Container neben dem Bunker. Der Flandernbunker befindet sich in Kiel-Wik, Kiellinie 249, Eingang Marinehafen. 
Eintritt: 
€ 4,- (ermäßigt € 3,-)
Eintritt für Gruppen ab 10 Personen: € 3,-/Person

Kosten für Führungen: 2,- €

Im Anschluss an die monatlichen Führungen können die aktuellen Ausstellungen besucht werden.

Sonderführungen für Schulklassen, Reisegruppen u.a. sind nach Absprache jederzeit möglich - auch in Fremdsprachen und zu weiteren Themenschwerpunkten.

Führung (bis 25 Personen): € 30,- plus Eintritt
Führung für Schulklassen: € 30,-, inklusive Eintritt 
Sonntagsführung: € 2,- plus Eintritt

Mitglieder des Vereins Mahnmal Kilian e.V. haben unter Vorlage des Mitgliederausweises freien Eintritt. 

Anmeldungen für größere Gruppen und Vereinbarung individueller Führungstermine über die Geschäftsstelle (Tel.: 04 31 / 26 06 309) oder Dr. Henning Repetzky (Tel.: 04 31 / 9 32 11).
Nähere Einzelheiten unter Kontakte.

 

Passion des XX. Jahrhunderts - Richard Grune

So, 5. Juni - 21.August 2016

Druckgrafische Blätter eines homosexuellen Künstlers zu den Konzentrationslagern von Lichtenburg, Sachsenhausen und Flossenbürg.

Vor 70 Jahren veröffentlichte Richard Grune seinen Grafik-Zyklus "Passion des XX. Jahrhunderts". Grune wurde 1902 in Flensburg geboren. Er studierte an der Kieler Kunstgewerbeschule, wo er 1918 den Matrosenaufstand mit seinen Arbeiter- und Soldatenräten im benachbarten Gewerkschaftshaus hautnah miterlebte. In den 20er Jahren studierte er in Weimar und Dessau bei Paul Klee und Wassily Kandinsky. 1927 war Grune gemeinsam mit Andreas Gayk Mitorganisator der reformpädagogischen "Kinderrepublik" auf Gut Seekamp in Kiel-Schilksee. Seit 1933 lebte Grune als Maler in Berlin, wo er als Homosexueller 1934 von der Gestapo verhaftet und in das frühe KZ Lichtenburg verschleppt wurde. Es folgte weitere Haft in Gefängnissen und den KZ Sachsenhausen und Flossenbürg. 1945 konnte Richard Grune einem "Todesmarsch" durch Flucht entkommen. Er lebte später in Kiel und Hamburg und starb 1983 in einem Kieler Altenheim.

Ausstellungskuratorin: Claudia Thoma

Flandernbunker, Kiellinie 249, 24106 Kiel

Tel. 0431 - 260 630 9   

Geöffnet:  Mo - Fr 11-15 Uhr, So 11 - 17 Uhr

20 Jahre Verein Mahnmal Kilian e.V.

Zahlreiche Politiker, Vertreter der Gedenkstätten und Kultureinrichtungen waren unter den über 100 Besucherinnen und Besuchern zur gedenkenden Feier des 20-jährigen Bestehens des Verein Mahnmal Kilian im Flandernbunker. Zu diesem runden Geburtstag des 1995 gegründeten Vereins sprachen Landtagspräsident Klaus Schlie, Kulturministerin Anke Spoorendonk sowie Professor Dr. Dr. Gerhard Fouquet und Uta Körby für die Gedenkstätten Schleswig-Holstein.

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Dr. Jens Rönnau erhält Andreas-Gayk-Medaille

Mit der Verleihung der Andreas-Gayk-Medaille würdigt die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kielerinnen und Kieler, die sich außergewöhnliche Verdienste um das Ansehen und das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger erworben haben.
In diesem Jahr erhielt Dr. Jens Rönnau diesen Preis für große Verdienste bei der Bewahrung von Mahnmalen und ihrer Einordnung in die historischen Ereignisse in Kiel sowie bei deren kulturpädagogischer Vermittlung.
Die Mitglieder von Mahnmal Kilian freuen sich sehr über die Auszeichnung.
Neben der Würdigung der großen persönlichen Leistung von Dr. Jens Rönnau versteht der Verein die Verleihung der Andreas-Gaik-Medaille auch als Anerkennung für die Beschäftigung mit einem unbequemen Kapitel der Geschichte mit dem großen Ziel der Friedensförderung und Völkerverständigung. Wir freuen uns, auch in Zukunft aktiv an der Arbeit zur Erinnerungskultur in Kiel beizutragen.