Öffnungszeiten zu Pfingsten

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Pfingstmontag, 21.5.2018: 11-15 Uhr

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Holm – engHolm und zurück

17. Mai 2018, 19 Uhr

Autorenlesung mit Marlies Jensen-Leier

Geschichte in Einzahl gibt es nicht

Lebensgefühl und Bilder hinter den Kulissen der politischen Bühne, Biografisches, Autobiografisches und Zeitgeschehen - Geschichtsschreibung erfolgt in aller Regel erst, wenn die, die es erlebt haben, tot sind. 

Aber was macht sie mit dem, was es war, als es noch atmete, das von woanders geguckt hat, das auch lesen, denken, schreiben, das widersprechen konnte?

Marlies Jensen-Leier bringt ihren Blickwinkel auf die Zeit der politischen Umbrüche in Kiel und Schleswig-Holstein in die Welt, beginnend vor hundert Jahren mit der Entwicklung KIELs zum bedeutenden Schiffbau- und Marinestandort, bis in die Gegenwart.

Die Fassungslosigkeit, darüber, was aus den Vorsätzen ihrer Generation geworden ist, versucht sie unter der Überschrift Postmeier Antworten zu finden auf die drängendsten Fragen der Gegenwart:

Was hinterlassen wir? Was können wir angesichts des Zustandes unserer weltweiten Gesellschaft noch bewirken in Verantwortung für unsere Zeit?

Einführung: Karl-Heinz-Luckhardt, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, a. D. 

Musik:  Philipp Broda, Saxophon
Moderation: Rolf Fischer, Staatssekretär a.D.

Eintritt frei

Flandernbunker
Mahnmal Kilian, e.V.
Kiellinie 249
24106 Kiel

Tel: 0431 2606309

www.mahnmalkilian.de

Historische Ausstellungen und Führungen im Flandernbunker

Regelmäßige Führungen zur Deutschen und Kieler Kriegsgeschichte teilweise mit Zeitzeugen finden jeden ersten Sonntag im Monat (außer im Januar) jeweils um 11.30 Uhr statt.
Der Flandernbunker, ein ehemaliger Marine-Hochbunker am Tirpitzhafen, wurde 2001 vom Verein Mahnmal Kilian e.V. erworben und steht seither als Begegnungs - und Bildungsstätte, Museum und Mahnmal im Zentrum der Tätigkeit des Vereins.Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich. Größere Gruppen werden jedoch gebeten, sich vorher  telefonisch oder per E-Mail anzumelden.

Treffpunkt: Blauer Büro-Container neben dem Bunker. Der Flandernbunker befindet sich in Kiel-Wik, Kiellinie 249, Eingang Marinehafen. 
Eintritt: 
€ 4,- (ermäßigt € 3,-)
Eintritt für Gruppen ab 10 Personen: € 3,-/Person

Kosten für die Sonntagsführung: Eintritt + 2,- €

Im Anschluss an die monatlichen Führungen können die aktuellen Ausstellungen besucht werden.

Sonderführungen für Schulklassen, Reisegruppen u.a. sind nach Absprache jederzeit möglich - auch in Fremdsprachen und zu weiteren Themenschwerpunkten.

Führung (bis 25 Personen): € 30,- plus Eintritt
Führung für Schulklassen: € 30,-, inklusive Eintritt 
Sonntagsführung: € 2,- plus Eintritt

Mitglieder des Vereins Mahnmal Kilian e.V. haben unter Vorlage des Mitgliederausweises freien Eintritt. 

Anmeldungen für größere Gruppen und Vereinbarung individueller Führungstermine über die Geschäftsstelle (Tel.: 04 31 / 26 06 309) oder Dr. Henning Repetzky (Tel.: 04 31 / 9 32 11).
Nähere Einzelheiten unter Kontakte.

The Process

25. Mai 2018, 19 Uhr

Ausstellungseröffnung

Valentyn Odnoviun präsentiert das Projekt »The Process« erstmalig in Deutschland. Es besteht aus Fotografien von Gefängnisinnenhöfen und durch die Spione in den Zellentüren der ehemaligen KGB- Gefängnisse der baltischen Staaten, der Ukraine und des Stasigefängnisses Hohenschönhausen in Ost-Berlin.

Die Hauptaufgabe der Staatssicherheitsdienste war die Beobachtung der Bevölkerung durch ein großes Informantennetzwerk. Die Gefängniszellen wurden ein Platz für politische Gefangene und störende „unerwünschte“ Personen. Dieselben Gefängnisse in den baltischen Staaten und in der Ukraine wurden während der NS-Zeit für dieselben Zwecke von der GESTAPO genutzt. Die meisten existierten bis zum Ende der Sowjetunion.

Der „Spion“ steht als Metapher für das Beobachten der Freiheit der Menschen auf beiden Seiten der Spionlinse, die ihre Rollen dem Bedarf des Systems entsprechend ändern.

Blickwechsel, Kriegsgefangene hier und dort

Regards croisé – Prisonniers ici et là-bas

Aus­stel­lung

4.März - 24.Juni 2018

In Zu­sam­men­ar­beit mit dem Ver­ein Mémoi­res et Ter­roirs (Ge­dächt­nis und Ge­gend) stellt die nord­west­fran­zö­si­sche Stadt Cher­bourg-​Oc­tevil­le durch die­se Hör-​ und Bil­der­aus­stel­lung die Zeit­zeu­gen­aus­sa­gen ehe­ma­li­ger Kriegs­ge­fan­ge­ner aus der Nor­man­die und Deutsch­land wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges vor. Die­se Aus­sa­gen sind Tei­le der gro­ßen Ge­schich­te und die Er­in­ne­run­gen der Zeu­gen der Nor­man­die spie­geln die Be­rich­te der deut­schen Zeu­gen wi­der, und um­ge­kehrt. Die Vor­ge­hens­wei­se be­steht dar­in, der mensch­li­chen Di­men­si­on der Be­rich­te den Vor­rang zu ge­ben und den Wor­ten die­ser Men­schen aus der Nor­man­die und aus Deutsch­land Ge­hör zu ver­schaf­fen, de­ren Le­ben durch den von Deutsch­land ver­ur­sach­ten Krieg in man­chen Fäl­len um bis zu ein Jahr­zehnt be­raubt wur­de.

Ein­tritt 4 €, er­mä­ßigt 3 €

Flan­dern­bun­ker, Kiel­li­nie 249, 24106 Kiel


Von der Rüstungsschmiede zur Revolution

100 Jahre Erster Weltkrieg VIII

21. Januar 2018 bis 30. Juni 2018

Auf dem Weg zum Ersten Weltkrieg erlebte die Stadt Kiel seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einen enormen Aufschwung, der das Bild der Stadt veränderte und ihre Geschicke bis zum Matrosenaufstand 1918 und weit darüber hinaus mitbestimmte.

Wie wirkten sich diese Entwicklungen auf die Beziehungen zwischen Militär und ziviler Bevölkerung aus? In welchem Zusammenhang standen sie zu den Ereignissen des Matrosenaufstands? Diese Aspekte werden in der Ausstellung beispielhaft anhand der Kieler Stadtteile Wik, Ellerbek, Gaarden und der Innenstadt dargestellt. Hierbei rücken vor allem zeitgenössische Bilder in den Mittelpunkt, die als Ausgangspunkt für die Erläuterung der geschichtlichen Entwicklungen dienen.

Ein­tritt 4 €, er­mä­ßigt 3 €

Flan­dern­bun­ker, Kiel­li­nie 249, 24106 Kiel

AMOK oder KOMA sein

#1 | ANDREA CZESIENSKI  -  AMOK oder KOMA sein

25. und 16. Mai 2018, 20 Uhr

Die bewegten Tage des Jahres 1989, Montagsdemonstrationen in Leipzig, der Mauerfall in Berlin, die letzten Tage der DDR. Für viele waren das Tage der Befreiung, Tage der Hoffnung. Doch was, wenn dein Leben von der Mauer geprägt war? Was, wenn alles woran du geglaubt hast und du unter Einsatz deines Lebens bewacht hast zu Ende geht. Wie haben sich die Menschen gefühlt, die an die DDR geglaubt haben? Die, die nichts anderes kannten als Ostberlin und Mauer? Die, die gar nicht ausbrechen wollten aus dem System? 
Das Jahr 1989 stellte die Menschen vor viele Fragen, Hoffnung auf der einen Seite, Sorgen und Angst vor der Zukunft auf der anderen.
Andrea Czesienski stellt sich in "Amok oder Koma sein" diesen Fragen: Wie hat einer gedacht, der an der Mauer Dienst geschoben hat? Welche Fragen und Ängste mag er wohl durchgegangen sein? Was mag er in den letzten Tagen an der Mauer gedacht haben – in den letzten Tagen in Uniform?
Geschrieben in den bewegten Tagen des Novembers '89 zeigt "Amok oder Koma sein" die andere Seite der Wiedervereinigung auf: Angst, Zweifel und Auflehnung gegenüber dem Neuen, dem Unbekannten. Wir begegnen einem Grenzsoldaten, der sich weigert seinen Turm zu verlassen. Einem Soldaten, der sich nicht damit abfinden will, dass seine Welt zu Ende geht. Wir kommen ins Gespräch mit einem, der auf der Verliererseite der Geschichte steht und erleben packende Einblicke in seine Gedanken und tief schürfenden inneren Verhandlungen.
Atmosphärisch dicht gepackt und mit jedem Satz scharf und pointiert nimmt uns der Grenzsoldat mit in die Seele eines Landes, in dem nicht alle gegen „Das System" 

Eintritt 12,-€/ 10.-€

Kartenreservierung unter 0431 2606309

125 Stadtteil Wik - Die Bürger und das Militär

22. April bis 24.Juni 2018

1893 wurde das Dorf Wik eingemeindet in die wachsende Stadt Kiel. Grundlage des städtischen Wachstums war die Bestimmung der Fördestadt zum Reichskriegshafen 1871 sowie das Flottenbauprogramm des deutschen Kaiserreichs. Nicht alle Entwicklungen verliefen reibungslos und die Marine dominierte bald die Stadt. Doch mit der wachsenden Stadt ging ein wirtschaftlicher Aufschwung einher, der Tausende Existenzen sicherte - bis der darauf folgende Erste Weltkrieg grausamen Tribut forderte. Die Ausstellung erläutert mit Bildern und Informationen ausgewählte Entwicklungen  und Schicksale. Sie stellt den zweiten Teil der Ausstellung zum selben Thema in der Hebbelschule dar.

Eintritt 4,-/3,-€

Zum Tod von Ernst-Georg Jarchow

Ernst-Georg Jarchow

Er war einer der ehrenwertesten Bürger der Stadt Kiel: der Journalist und Buchhändler Ernst-Georg Jarchow. Gemeinsam mit seiner Frau Marion Jarchow, geborene Dräger, hat­te er die Bruns­wi­ker Uni­ver­si­täts­buch­hand­lung geführt und nach de­ren Über­ga­be im Jahr 2000 die Bruns­wi­ker Stif­tung begründet.

Mit dieser werden seitdem Völkerverständigung, schleswig-holsteinische Geschichtsforschung sowie Kunst und Kultur gefördert. Das Stifterpaar wurde 2012 von der Landeshauptstadt Kiel mit der Andreas-Gayk-Medaille geehrt. Im selben Jahr starb Marion Jarchow. Nun ist am 9. April 2018 auch Ernst-Georg Jarchow im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Verein Mahnmal Kilian ist den Stiftern wie auch dem Stiftungsvorstand zu großem Dank verpflichtet, denn er wurde von ihnen vielfältig gefördert. Es war uns eine Ehre, dass Ernst-Georg Jarchow über Jahre häufig die Veranstaltungen im Flandernbunker besucht hatte - in seiner Bescheidenheit am liebsten unerkannt. Wir werden das Stifterpaar in sehr guter und dankbarer Erinnerung behalten.

Für Vorstand und Beirat von Mahnmal Kilian e.V., Dr. Jens Rönnau