Nazi?

War mein Opa Nazi? Open Call, schicken Sie uns Ihre Arbeiten!

80 Jahre seit 1939 #80seit39

In diesem Jahr jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum achtzigsten Male. Zwei Generationen ist es her, dass Deutsche Truppen Polen überfallen haben und auf der Danziger Westerplatte der Zweite Weltkrieg begann. Diese lange Zeit bedingt auch, dass die Menschen heute keinen Zusammenhang mehr zwischen ihrem Leben und dem Leben ihrer Vorfahren, die damals daran beteiligt waren, sehen. Und doch hängt alles zusammen. Wenn heute 70% der Deutschen meinen, dass ihre Vorfahren nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun hatten, gleichzeitig aber 90% der Deutschen damals das Hitlerregime unterstützt haben, besteht da doch eine Schieflage, oder nicht?

Die Auseinandersetzung mit der damaligen Zeit soll in diesem Jahr des traurigen Jubiläums noch einmal auf eine andere Art stattfinden: Künstlerisch. Welche Art der Kunst gewählt wird, bleibt den teilnehmenden Menschen überlassen.

Bis zum 30. Juni 2019 soll eine verbindliche Zusage der Teilnahme am Ausstellungsprojekt gemeinsam mit einer Kurzskizze zur Künstlerischen Arbeit abgegeben werden. 
Bis zum 15. Juli 2019 sollen die Arbeiten in Form einer Dokumentation beim Verein Mahnmal Kilian sein, damit eine Fachjury die auszustellenden Arbeiten auswählen kann. 
Ab 1.9.19 werden die Arbeiten im Flandernbunker gezeigt. 
Die bestjurierte Arbeit ist mit 1000 € dotiert. Die ausstellenden Künstler*Innen bekommen ein Honorar.

Kontakt: info@kriegszeugen.de oder Tel.: 016096216660

Weiterlesen …

Mahnmal Kilian e.V. auf der Messe KunstStücke

Vom 15. bis 17. Februar 2019 fand die Messe Kunststücke im Ostseekai statt, auf der Schulen aus Schleswig Holstein ihre Kunst und Kulturprojekte vorgestellt haben. Wir waren mit mit einem eigenen Stand dabei und haben unsere Projekte präsentiert, die in Zusammenarbeit mit Schülern der Hebbelschule entstanden sind.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern für Ihr Interesse!

Wir sind sehr an weiteren Partnerprojekten mit Schulen aus Schleswig-Holstein interessiert und bieten auch Workshops an, in denen sich Jugendliche mit dem Themenbereich NS-Zeit auseinandersetzen. Dazu setzen wir auch kreative Methoden ein, wie Schreiben, Malen und Erzählen.

Neugierig geworden? Sie erreichen uns telefonisch oder per E-Mail.

Weiterlesen …

Führung durch den Bunker

Historische Ausstellungen und Führungen im Flandernbunker

Regelmäßige Führungen zur Deutschen und Kieler Kriegsgeschichte teilweise mit Zeitzeugen finden jeden ersten Sonntag im Monat (außer im Januar) jeweils um 11.30 Uhr statt.

Der Flandernbunker, ein ehemaliger Marine-Hochbunker am Tirpitzhafen, wurde 2001 vom Verein Mahnmal Kilian e.V. erworben und steht seither als Begegnungs - und Bildungsstätte, Museum und Mahnmal im Zentrum der Tätigkeit des Vereins.Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich. Größere Gruppen werden jedoch gebeten, sich vorher  telefonisch oder per E-Mail anzumelden.

Weiterlesen …

Sonderführungen im Flandernbunker

MYTHOS und MORD -Vom Kieler Flanderndenkmal zum Mord an deutschen Soldaten.

Sonntagstermine, 11.30 Uhr: 21. Juli, 18. August
Mittwochstermine, 18.00 Uhr:  24. Juli

Sonderführungen im Flandernbunker und im ehemaligen Marineuntersuchungsgefängnis mit Dr. Jens Rönnau. Das Flanderndenkmal wurde 1927 im revanchistischen Sinne zur Erinnerung an das "Marinekorps Flandern" auf dem Gelände des einstigen "Reichskriegshafens" errichtet. Nach diesem Mythos deutscher heldenhafter Soldaten in Flandern wurde der dortige Sportplatz und später auch der Flandernbunker benannt. Der Mythos war aber auch eine Stütze des Nationalsozialismus - doch im Zweiten Weltkrieg ermordete man deutsche Soldaten, wenn sie kritisch zum NS-System standen und sperrte sie zuvor im Marineuntersuchungsgefängnis dort ein, wo 1918 die Rädelsführer des Matrosenaufstands als Signal für Demokratie befreit worden waren. Der bekannteste Fall ist die Hinrichtung des U-Bootkommandanten Oskar Kusch im Mai 1944. Durch Förderung des Landesbauftragten für politische Bildung kann diese Führung kostenfrei angeboten werden - Spenden für die Arbeit des Vereins Mahnmal Kilian sind natürlich willkommen.

Start: Flandernbunker. Eintritt frei, Spenden willkommen. (nicht barrierefrei) 
Bitte Anmeldung unter Tel. 0431 - 260 630 9 oder info@kriegszeugen.de

Weiterlesen …

Urkatastrophe - Der Erste Weltkrieg und Kiel

Ausstellung

verlängert bis zum 18. August 2019

Facetten des Krieges: Die Rolle Kiels, Politik, Medien, Kirche, Schlachten, Gefangene, Kunst und Literatur, persönliche Feldpostbriefe und Fotografien.

Als Parallele zu den Ausstellungen zum Matrosen- und Arbeiteraufstand von 1918 zeigt der Verein Mahnmal Kilian im Flandernbunker den Krieg - den Weg dieser sogenannten "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", der die Menschen am Ende für ihre Rechte auf die Straße gehen ließ.

Weiterlesen …

Mahnmal Kilian e.V. gibt sowjetischen Zwangsarbeitern nach 70 Jahren endlich ein Gesicht

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar hat der Verein Mahnmal Kilian heute auf dem Kieler Nordfriedhof bislang unbekanntes Aktenmaterial zu 31 ehemaligen sowjetischen kriegsgefangenen Zwangsarbeitern an die Friedhofsleitung und das Kieler Stadtarchiv übergeben. Zu der symbolischen Übergabe waren zahlreiche MedienvertreterInnen erschienen.

Die Toten sind seit 1949 anonym auf diesem Friedhof bestattet. Sie waren bei einem Bombenangriff auf die Kieler Werften in ihrem Barackenlager am Speckenweg in Kiel- Dietrichsdorf am 23. Juli 1944 umgekommen. Als Zwangsarbeiter durften sie keine Bunker oder Luftschutzkeller aufsuchen. Damit kann nun zumindest einigen der insgesamt 209 dort bestatteten sowjetischen Kriegsgefangenen endlich ein Name zugeordnet werden.

Weiterlesen …

Wiedersehen nach 75 Jahren

Warthegau-Schüler trifft seine ehemalige Kieler Lehrerin im Flandernbunker

Sa, 20.Juli, 16 Uhr

2008 veröffentlichte Ingelene Rodewald ein Buch über ihre Zeit als junge Lehrerin im besetzten Polen. Es endet mit einem Bericht über ein Massaker, dem 1945 ihre deutschen Schüler samt deren Angehörigen zum Opfer fielen. Wie sich jetzt herausstellte, haben zwei der Schüler durch rechtzeitige Flucht überlebt. Einer von ihnen, Herbert Geßwein, sowie der Sohn seines inzwischen verstorbenen Bruders Horst besuchen die alte Lehrerin jetzt im Kieler Flandernbunker.

Ingelene Rodewald als junge Lehrerin

Im März 1942 hatte Ingelene Rodewald ihre Erste Lehrerprüfung in Hamburg bestanden und wurde zum 1. April ins besetzte Polen geschickt, um Kinder von dort lebenden sogenannten Volksdeutschen und Umsiedlern zu unterrichten. Ihre Schule war ein leeres Gutshaus im Dorf Zarbysewo, das nach dem deutschen Überfall 1939 in Reichelsfelde umbenannt worden war. Es war eine einklassige Schule mit 25 Schülern. Sie wurden alle in einem Raum unterrichtet, was zu einer starken, fürsorglichen Gemeinschaft führte, weil sich alle gegenseitig halfen. Unter ihnen waren auch Horst und Herbert Geßwein, die schon seit Generationen dort gelebt hatten. Ihr Vater war der Bauernführer des Dorfes. Herbert besuchte die dritte Klasse, Horst die Oberstufe.

Georg Rodewald holte sie im September 1944 nach Kiel zurück und heiratete sie, als die sowjetischen Soldaten schon an der Weichsel standen. Es war gerade noch rechtzeitig - wenige Monate später waren Ingelene Rodewalds Schüler und Familien auf dem Schulhof erschlagen und verscharrt worden, 200 Menschen - ein Racheakt für das Leid, das Nazi-Deutschland im Osten angerichtet hatte. Jahrzehnte später schrieb Rodewald ein Buch über ihre Zeit in Polen, das mit dem Entsetzen über den Tod ihrer Schüler endet. Sein Titel: "... und auf dem Schulhof stand ein Apfelbaum".

Jetzt gelangte das Buch in die Hände von einst Betroffenen, denn es gab 1945 wohl doch Überlebende des Massenmords. Die Mutter von Horst und Herbert Geßwein war mit ihren Söhnen rechtzeitig geflüchtet und konnte so einige Leben retten. Der jüngere Bruder aber, Herbert Geßwein, macht sich am kommenden Sonnabend von Brandenburg aus auf nach Kiel, um seine ehemalige Lehrerin zu besuchen. Zusammen mit Bodo, dem Sohn seines 2012 verstorbenen Bruders Horst, will er im Flandernbunker über seine Schulzeit berichten. In einer spontanen Sonderveranstaltung wollen sie ihre Erinnerungen austauschen und Interessierten davon öffentlich berichten. 

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Flandernbunker
Kiellinie 249
24109 Kiel

Weiterlesen …

Ein Tropfen Blut fürs Vaterland

Die Tagebuchauszüge und Berichte von Oswald Bölcke, Hermann Göring, Max Immelmann und Manfred von Richterhofen, den vier „Fliegerhelden“ des Ersten Weltkriegs, nahmen die Zuschauer mit in die Vergangenheit. Die Kriegsbegeisterung fasziniert und verstört zugleich.

Impressionen des Abends zum Nachlesen

Weiterlesen …

Wir errichten das erste Kieler Friedens-Denkmal Mach mit!

Wir haben das erste Kieler Frie­dens-Denk­mal errichtet. Es steht seit September 2015 direkt vor dem Flandernbunker und soll anregen, über unseren Umgang mit Waffen und Krieg nachzudenken. Daher sammeln wir jegliches Kriegsspielzeug in diesem drei Meter hohen Denkmal aus Glas. 

Weiterlesen …